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Imagining Outer Space, 1900-2000

Veranstalter: Universität Bielefeld, Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF); Alexander C.T. Geppert (Organisation); Förderung durch die Fritz-Thyssen-Stiftung

Datum, Ort: 06.02.2008-09.02.2008, Bielefeld

Bericht von: Alexander C.T. Geppert, The Minda de Gunzburg Center for European Studies, Harvard University
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Wo ist er eigentlich, der Weltraum? Wie haben sich unsere Vorstellungen von Kosmos und außerirdischem Leben zusammen mit seiner voranschreitenden Erschließung verändert? Welche Wechselwirkungen zwischen Weltraumimaginationen und europäischer Kultur und Gesellschaft gibt es? Bei der Konferenz „Imagining Outer Space, 1900-2000“ handelte es sich um die erste internationale Tagung zur Kulturgeschichte des Weltraums im Europa des 20. Jahrhunderts. Vier Tage lang, vom 6. bis zum 9. Februar 2008, kamen fast 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als einem Dutzend Länder am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld zusammen, um über die kulturelle Bedeutung historischer Kosmosvorstellungen nachzudenken. Das Symposium wurde mit großzügiger Unterstützung des ZiF und der Fritz Thyssen Stiftung von Alexander C.T. Geppert (Harvard University/Freie Universität Berlin) organisiert.

Insgesamt waren Vertreter von mehr als 15 unterschiedlichen Disziplinen zugegen. Zu den Teilnehmern zählten einige der weltweit auf diesem Gebiet führenden Experten wie Steven J. Dick (National Astronautics and Space Administration), Debbora Battaglia (Mount Holyoke College), Rainer Eisfeld (Universität Osnabrück), Pierre Lagrange (Centre national de la recherche scientifique), Michael J. Neufeld (National Air and Space Museum), Claudia Schmölders (Humboldt-Universität zu Berlin), Kai-Uwe Schrogl (European Space Policy Institute), James Schwoch (Northwestern University) und Helmuth Trischler (Deutsches Museum). Unter den Anwesenden befanden sich ebenfalls eine Vielzahl von Nachwuchswissenschaftlern, allgemein Interessierte und Journalisten aus dem In- und Ausland sowie Delegierte unterschiedlicher internationaler Organisationen, außer den bereits genannten etwa Vertreter der European Space Agency und der International Academy of Astronautics. Eröffnet wurde das Symposium durch einen Einführungsvortrag des Veranstalters zu Problemen und Perspektiven des europäischen Astrofuturismus im 20. Jahrhundert und einen öffentlichen Abendvortrag des Chefhistorikers der NASA, STEVEN J. DICK („Time and Aliens: The Role of Imagination in Outer Space“). Beschlossen wurde es durch einen umfangreichen Abschlusskommentar des Direktors des Deutschen Museums in München, HELMUTH TRISCHLER, der am Ende des letzten Tages den erzielten Erkenntnisfortschritt rekapitulierte und ausführlich Bilanz des erreichten Forschungsstandes zog. Verschiedene ‚Feature Presentations’ rundeten das Program ab. Dazu zählten die von PHILIP POCOCK (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) vorgestellte interaktive Multimedia-Installation „SpacePlace: Art in the Age of Orbitization“, eine Vorführung seltener historischer Filme, die der Berliner Regisseur JÜRGEN AST gemeinsam mit dem Historiker BURGHARD CIESLA (Universität Potsdam/Universität der Künste Berlin) kuratiert hatte, sowie mehrere Poster-Präsentationen, die während der gesamten Zeit im Vorraum des ZiF-Plenarsaals zu sehen waren.

Das Themenspektrum der insgesamt 27, in zehn Sektionen organisierten Präsentationen war weit gespannt. Diese zehn Panels waren in einer Kombination aus thematischen und chronologischen Gesichtspunkten angeordnet. Theoretisch-heuristisch ausgerichtete Vorträge wurden zu Beginn, stärker empirisch orientierte Präsentationen im Anschluss gehalten. Gleichzeitig arrangierten die Sektionen die Materie annähernd chronologisch mit Untersuchungsgegenständen, die von der ‚langen Jahrhundertwende’ bis in die unmittelbare Gegenwart reichten. Ein deutlicher Schwerpunkt lag auf den beiden Jahrzehnten zwischen 1950 und den frühen 1970er-Jahren – vom so genannten „golden age of space travel“ über die Stationierung von Sputnik I, des ersten künstlichen Erdtrabanten, im Oktober 1957 bis hin zum letzten Apollo-Flug im Dezember 1972. Ziel jeder einzelnen Sektion war es, Vertreter unterschiedlicher Disziplinen unmittelbar miteinander ins Gespräch zu bringen, etwa einen Literaturwissenschaftler, eine Anthropologin, einen Philosophen und einen Historiker (Panel I: Theorizing Outer Space) oder einen Museumskurator mit einem Kunst- und einem Wissenschaftshistoriker (Panel X: Designing Outer Space).

Der raumzeitliche Schwerpunkt des Symposiums lag auf Europa – insbesondere Westeuropa – im 20. Jahrhundert, ohne transatlantische und transnationale Bezüge zu vernachlässigen. Trotz ihrer unterschiedlichen disziplinären Provenienzen wussten sich alle Vorträge einem im weitesten Sinne kulturhistorischen und -wissenschaftlichen Ansatz verpflichtet. Die Geschichte der europäischen Raumfahrt- oder Astropolitik standen daher genauso wenig im Zentrum dieser Tagung wie gegenwartsorientierte policy-Analysen. Vielmehr wurde anhand einzelner Akteure und Orte, unterschiedlicher Medialisierungsformen und Fiktionalisierungsweisen, verschiedener Fallstudien und historischer Episoden Wechselwirkungen zwischen Raumfahrt und Kosmosvorstellungen auf der einen, europäischer Gesellschaft und Kultur auf der anderen Seite nachgegangen.

Zu den Themen einzelner Vorträge zählten etwa die Aktivitäten einflussreicher und wirkmächtiger „space personae“ wie der kürzlich verstorbene Science Fiction-Schriftsteller und langjährige Vorsitzende der British Interplanetary Society, Arthur C. Clarke (THORE BJØRNVIG), der Weltraumpopularisierer und Okkultist Max Valier (CHRISTINA WESSELY) oder der amerikanische Raketenkonstrukteur deutscher Herkunft Wernher von Braun (MICHAEL J. NEUFELD). Dazu zählten aber auch die Geschichte spezifischer Lokalitäten wie das so genannte Tunguska-Ereignis 1908 im mittelsibirischen Bergland (CLAUDIA SCHMÖLDERS), der 1947 eröffnete australisch-britisch-europäische Weltraumbahnhof in Woomera (KERRIE ANNE DOUGHERTY), massenhaft kolportierte UFO-Erscheinungen in einem nordfranzösischen Dorf der 1950er-Jahre (JAMES I. MILLER; PIERRE LAGRANGE) oder in den späten 1960er-Jahren populär gewordene Unterwasserstationen, in denen Aspekte zukünftigen Lebens in Weltraumkolonien simuliert wurden (SVEN MESINOVIC). Eine dritte Gruppe von Vorträgen untersuchte europäische Weltraumimaginationen in unterschiedlichen medialen Kontexten, beispielsweise populäre französischsprachige Comics der 1950er-Jahre wie Hergés Tintin-Alben „Objectif lune“ und „On a marché sur la lune“ von 1953/54 (GUILLAUME DE SYON), die deutsche Weltraumberichterstattung in Presse und Fernsehen zwischen 1957 und 1987 (BERND MÜTTER), die britische Science Fiction-Fernsehserie „Space 1999“ (HENRY KEAZOR), amerikanische Star Trek-Episoden mit direkten Bezügen zum Nationalsozialismus (WERNER SUPPANZ) oder die Ikonographie der Bildplaketten der Pioneer 10 und 11-Raumsonden (WILLIAM R. MACAULEY). Während Carl Sagan diese Anfang der 1970er-Jahre gestaltete, um extraterrestrischen Lebensformen bei einer potentiellen Begegnung für wesentliche erachtete Informationen über die Menschheit zu kommunizieren, standen mehr als dreißig Jahre später bei der Komposition der Messplakette des letztlich verschollenen europäischen Mars-Landeroboters „Beagle 2“ durch Damien Hirst sehr viel irdischere Gesichtspunkte im Zentrum. In der Zwischenzeit waren die ideologischen Ansprüche an die Weltraumkunst durch eine provokative Absage an jede Metaphysik, vor allem aber eine tief greifende Kommodifizierung abgelöst worden (TRISTAN WEDDIGEN).

Bemerkenswert waren die Atmosphäre und Dynamik dieser Tagung. In einer hochkonzentrierten, geradezu aufgeregten Stimmung diskutierten alle Beteiligten mit großem Enthusiasmus vier Tage lang selbst die kontroversesten Fragen über jedwede fachlichen, nationalen und generationellen Grenzen hinweg. Beinahe zwangsläufig verschoben sich dabei die Ausgangsfragen. Nicht alle erwiesen sich als gleichermaßen wegweisend und zielführend, dafür wurden andere, teils sehr viel dringlichere Probleme aufgeworfen, was wie stets als klassisches Zeichen eines überaus erfolgreichen wissenschaftlichen Unternehmens zu werten ist. Noch ist das Forschungsfeld – insbesondere in Westeuropa – ohnehin viel zu jung, als dass ein stärker systematisierender Zugriff möglich wäre.

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung bringt es mit sich, dass der Bericht unmöglich eine Zusammenfassung der fast 30 Beiträge und der intensiven Diskussionen bieten kann, die jeweils im Anschluss geführt wurden. Anstelle einer bloßen Aneinanderreihung von Konferenzstatements soll daher im Folgenden ein analytischer Überblick über diejenigen Themen und zentralen Fragestellungen gegeben werden, die in Bielefeld diskutiert wurden und auf besonderes Interesse unter den Teilnehmerinnern und Teilnehmern stießen.

Die Konferenz verfolgte ein dreifaches Ziel: Sie sollte erstens dazu beitragen, ein in Europa bislang nur in bescheidenen Ansätzen existierendes historiographisches Feld zu entwickeln und Vertreter unterschiedlicher Disziplinen in einen intensiven Dialog über Chancen und Probleme einer Historisierung des Weltraums eintreten zu lassen. Sie verfolgte somit zunächst einmal keine synthetisierende oder systematisierende, sondern eine dezidiert explorative Zielsetzung.

Der Konferenz lag die Annahme zugrunde, dass in den sich wandelnden Weltraumimaginationen und Begrifflichkeiten extraterrestrischer Kulturen auch in Europa historisch je spezifische Jenseits- und Zukunftsvorstellungen zum Ausdruck kommen. Es handelt sich um denjenigen diskursiven Komplex, für welchen der amerikanische Literaturwissenschaftler De Witt Douglas Kilgore den Begriff des ‚Astrofuturismus’ eingeführt hat. Über den Versuch einer reinen Bestandsaufnahme und Strukturierung eines erst im Entstehen begriffenen Forschungsfeldes hinausgehend fragte die Konferenz daher zweitens nach dezidiert ‚europäischen’ Anteilen, Elementen und Spielarten dieser für die Modernität des 20. Jahrhunderts so zentralen diskursiven Formation. Lässt sich ein solcher europäischer Astrofuturismus empirisch nachweisen? Oder ist – spätestens seitdem Apollo VIII die ersten ‚handgemachten’ Fotografien der gesamte Erdkugel lieferte – vielmehr die Bedeutung der Weltraumerschließung im und für den Prozess der Globalisierung ohnehin so weit reichend, dass sich das zusätzliche Einziehen einer europäischen Zwischenebene forschungsproduktiv von nur geringem Nutzen erweist?

Indem das historische Bild des Weltraums in unterschiedlichen Konstellationen historiographisch vermessen wurde, sollte die Konferenz drittens und letztens das Verhältnis von Science und Fiction auf diesem Feld neu ausloten. Nicht zufällig berichten fast alle Protagonisten der frühen Weltraum-Bewegung in autobiographischen Schriften, mit Jules Verne, H.G. Wells, Kurd Lasswitz und Fritz Langs „Frau im Mond“ (1929) aufgewachsen und davon bei der Berufswahl inspiriert worden zu sein. Dieselbe Frage stellt sich aber auch in überindividueller Perspektive: Was geht voraus, Wissenschaft oder ihre Fiktionalisierung? Wie haben sich Raum- und Zukunftsvorstellungen mit der voranschreitenden Erschließung des Weltraums verändert? Dass sich die Grenzen zwischen wissenschaftlichem und fantastischem Wissen bei genauerem Hinsehen alles andere als trennscharf erweisen, ist nicht ungewöhnlich; spezifisch ist vielmehr, dass die ‚welträumlichen’ Wissenschaftsfiktionen den Konjunkturen von Innovationen, Instrumenten, Technologien und Erschließungen zumindest bis in die Mitte der 1970er-Jahre oftmals weit vorauszueilen schienen. Imagination erweist sich als notwendige Vorbedingung für die Konstitution wissenschaftlicher Objekte. Besonderes Augenmerk wurde daher sowohl auf die jeweils spezifischen Produktions- und Entstehungsbedingungen wie auch auf die ‚realhistorischen’ Aus- und Rückwirkungen dieser Wissenschaftsfiktionen im europäischen Kontext gelegt.

Zumindest einige Charakteristika des sich entwickelnden Forschungsfeldes zeichneten sich deutlich ab. ‚Astrofuturismus’ erwies sich in der Tat als geeigneter Überbegriff, um den Konnex zwischen Weltraumimaginationen und Zukunftsvorstellungen zu thematisieren, die Vergangenheit der Zukunft in den Sternen zu historisieren und die untergründige, aber durchgängige spirituell-transzendentale Aufladung all dieser Debatten adäquat zu erschließen. Sehr viel schwieriger fiel es beim gegenwärtigen Forschungsstand, das spezifisch Europäische präzise zu charakterisieren und von amerikanischen oder sowjetischen Kosmosvorstellungen abzugrenzen – so es denn existiert. Auch in Europa handelte es sich mitnichten um reine Elitendiskurse. Die Präsenz von Außerirdischen im kulturellen Leben der Gegenwart ist längst gänzlich unbestreitbar und alles andere als ein Epiphänomen der so genannten Postmoderne, sondern unterlag immer neuen gesellschaftlichen Konjunkturen, die sich mindestens bis zu Giovanni Schiaparellis Entdeckung der so genannten Marskanäle im Herbst 1877 zurückverfolgen lassen (RAINER EISFELD).

Deutlich wurde ebenfalls, dass die gewöhnlich getrennt behandelten Gebiete der Geschichte des außerirdischen Lebens und der Wissenschaftsfiktionen einerseits, die der Raumfahrt-, Raketen- und Satellitentechnologie andererseits notwendig zusammen betrachtet werden müssen, um etwa eine Wissenschaftsgeschichte nicht-wissenschaftlichen Wissens schreiben zu können (ANDREAS DAUM; THOMAS BRANDSTETTER). Darüber hinaus erwies es sich sehr schnell als offenkundig, welch enorme Bedeutung visuellen Aspekten der Weltraumimagination beizumessen ist, und zwar sowohl auf Produzenten-, als auch auf Konsumentenseite. Kaum einer der Vorträge kam ohne genaue Analyse des in seiner Reichhaltigkeit oftmals überbordenden historischen Bildmaterials aus, seien es nun Zeichnungen, Fotografien und Filme oder Postkarten, Comics und Videoclips (DAVID VALENTINE). Schließlich eröffneten sich auch in historiographischer Hinsicht vielfältige Zwischenbezüge und Anknüpfungspunkte, die über eine Kulturgeschichte von Wissenschaft, Technik und Kunst im engeren Sinne weit hinausgehen – etwa zur Geschichte der Philosophie (BENJAMIN LAZIER; GONZALO MUNEVAR), zur Literatur- (ANGELA SCHWARZ), Militär- (BERND WEISBROD) und zur Technologiegeschichte (JAMES SCHWOCH; PAUL CERUZZI), aber auch zur Konsum- (MONICA RÜTHERS), Medien- (PETER BECKER) oder Kolonialgeschichte (DEBBORA BATTAGLIA).

Bis das europäische Paradoxon von – verkürzt gesagt – umfassender Weltraumbegeisterung bei jahrzehntelanger Raumfahrtabstinenz hinreichend erklärt und die Kulturgeschichte des europäischen Weltraums adäquat in den Mainstream der so genannten Allgemeinen Geschichte integriert worden ist, bedarf es ganz offenkundig noch gewaltiger Anstrengungen. Diese sind überhaupt nur in einem kombiniert transdisziplinären und transnationalen Zugriff zu leisten. Aus einer spezifisch geschichtswissenschaftlichen Perspektive bietet sich hier die hervorragende Möglichkeit, auf einem weitgehend unerschlossenen Feld zur Historisierung der Wissensgesellschaft und damit zu den virulenten Debatten um die Neubestimmung einer genuin europäischen Zeitgeschichte über Verwissenschaftlichungsprozesse beizutragen. Wie eine solche Integration jedoch mittelfristig gelingen könne und bis zu welchem Ausmaß sie überhaupt als erstrebenswert anzusehen ist, sind zwei der wenigen Fragen, die in Bielefeld undiskutiert blieben.

Eine auf den Konferenzbeiträgen basierende Veröffentlichung bei einem angloamerikanischen Verlag befindet sich gegenwärtig in Vorbereitung.

Kurzübersicht

MITTWOCH, 6. FEBRUAR 2008

EINFÜHRUNG
Alexander C.T. Geppert (Harvard University/FU Berlin): European Astrofuturism, Cosmic Provincialism. Historical Problems and Historiographical Perspectives
Steven J. Dick (NASA): Space, Time and Aliens. The Role of Imagination in Outer Space (Keynote Lecture)
Philip Pocock (ZKM): SpacePlace. Art in the Age of Orbitization (Feature Presentation I)

DONNERSTAG, 7. FEBRUAR 2008

PANEL I: THEORIZING OUTER SPACE
Chair: De Witt Douglas Kilgore (Indiana University)
Debbora Battaglia (Mount Holyoke College): Galaxies of E.T. Discourse. An Anthropologist's First Contact with the Science of “Weird Life”
Thomas Brandstetter (Universität Wien): Imagining Inorganic Life. Crystalline Aliens in Science and Fiction
Benjamin Lazier (Stanford Humanities Center): The Globalization of the World-Picture. Towards a History of Earth and Artifact in Twentieth-Century Thought

PANEL II: PERSONALIZING OUTER SPACE
Chair: Bernd Weisbrod (Georg-August-Universität Göttingen)
Christina Wessely (Universität Wien): Cosmic Spectacular. Rocketry, Weltanschauung and the Quest for Cosmic Ice in Weimar Germany
Thore Bjørnvig (University of Copenhagen): Transcendence of Gravity. Arthur C. Clarke and the Apocalyptic of Weightlessness

Panel III: LOCALIZING OUTER SPACE
Chair: Andreas W. Daum (State University of New York at Buffalo)
Kerrie Anne Dougherty (Powerhouse Museum, Sydney): Spaceport Woomera
Sven Mesinovic (European University Institute, Florence): Inner Space and Outer Space. Similarities, Differences and Connections

PANEL IV: SCREENING OUTER SPACE
Chair: Peter Becker (Johannes-Kepler-Universität Linz)
Burghard Ciesla (Universität Potsdam/Universität der Künste Berlin): Outer Space, Inner Fear. Cold War SF-Films in East and West
Henry Keazor (Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main): A Stumble in the Dark. Gerry Anderson’s “Space 1999”
Werner Suppanz (Karl-Franzens-Universität Graz): Nazis in Space. Distant Worlds as Projection Screen of Cultural Memory

Jürgen Ast (Berlin)/Burghard Ciesla (Universität Potsdam/Universität der Künste Berlin): Screening of Historical Films (Feature Presentation II)

FREITAG, 8. FEBRUAR 2008

PANEL V: FICTIONALIZING OUTER SPACE
Chair: Angela Schwarz (Universität Siegen)
Claudia Schmölders (HU Berlin): Unwriting Heaven. Tunguska Region, June 30, 1908
Steffen Krämer (Ludwig-Maximilians-Universität München): Ancient Heroes and Early Christian Ascetics. Archetypes of Modern Science Fiction
Rainer Eisfeld (Universität Osnabrück): Projecting Landscapes of the Human Mind on Another World. Changing Features of an Imaginary Mars

PANEL VI: VISIONING OUTER SPACE
Chair: Alexander C.T. Geppert (Harvard University/FU Berlin)
Pierre Lagrange (CNRS Paris): A ‘Symmetrical’ Explanation for Flying Saucers
James I. Miller (Davidson College): Encountering Aliens in the French Countryside. UFOs and the Fabrication of a New World in Quarouble, France, 1954

PANEL VII: POLITICIZING OUTER SPACE
Chair: Kai-Uwe Schrogl (European Space Policy Institute)
Monica Rüthers (Universität Basel): Outer Space, Children’s Material Culture and Soviet Imagery after Sputnik
Michael J. Neufeld (National Air and Space Museum): “Smash the Myth of the Fascist Rocket Baron.” East German Attacks on Wernher von Braun in the 1960s

PANEL VIII: COMMUNICATING OUTER SPACE
Chair: Ralf Bülow (Berlin)
Guillaume de Syon (Albright College): Between the Bubble and the Moon. Visions of Space Travel in Francophone Comic Strips
Bernd Mütter (Universität Bielefeld): Per Media Ad Astra? Outer Space in West Germany’s Media 1957-1987

SAMSTAG, 9. FEBRUAR 2008

PANEL IX: AUTOMATIZING OUTER SPACE
Chair: Paul Ceruzzi (National Air and Space Museum)
James Schwoch (Northwestern University): Short, Nasty, and Brutish. The Curious Life of Telstar, 10 July 1962 - 21 February 1963
Gonzalo Munevar (Lawrence Technological University): Self-Reproducing Automata and the Impossibility of SETI

PANEL X: DESIGNING OUTER SPACE
Chair: Peter Davidson (National Museums Scotland)
William R. Macauley (University of Manchester): Inscribing Scientific Knowledge. Interstellar Communication, Universal Laws and Contact with Cultures of the Imagination
Tristan Weddigen (Universität Bern): Alien Spotting. Damien Hirst’s Beagle 2 Mars Lander “Calibration Target” and the Exploitation of Outer Space

SCHLUSS
Chair: Steven J. Dick (NASA)
Helmuth Trischler (Deutsches Museum): General Commentary

Kontakt:
Alexander C.T. Geppert
The Minda de Gunzburg Center for European Studies
Harvard University
E-Mail: <geppert @fas.harvard.edu>

URL: Ausführliches Programm, Kurzzusammenfassungen der Präsentationen und biographische Informationen zu allen Vortragenden