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Jahrestagung der GTG abgesagt

Liebe Mitglieder der GTG,

wir hoffen, Sie haben die letzten Wochen in diesen schwierigen Umständen gut und gesund überstanden.

Leider müssen wir Ihnen die bedauerliche Mitteilung machen, dass die bereits auf September 2020 verschobene Jahrestagung der Gesellschaft für Technikgeschichte 2020 in Wuppertal wegen der anhaltenden Risiken und Maßnahmen angesichts der Corona-Krise abgesagt werden muss. Da die Abstandsbestimmungen in den für die Tagung zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten nicht eingehalten werden können und nach wie vor ein Risiko für Teilnehmer bestehen würde, hat der Vorstand der GTG am 15.5.2020 beschlossen, diese Tagung abzusagen.

Wir wollen ersatzweise zwei alternative Digitalveranstaltungen anbieten, sofern dafür ausreichendes Interesse besteht:

1) eine Veranstaltung zur Diskussion von Beiträgen zur Tagung, die in einem Themenheft der Zeitschrift Technikgeschichte oder einem Beiheft zum Thema "Technik und Arbeit" publiziert werden sollen (koordiniert von Lars Bluma, Karsten Uhl und Marcus Popplow).

2) eine virtuelle Veranstaltung des Nachwuchsforums (koordiniert von Elena Kunadt, Nikolai Ingenerf und Christian Zumbrägel).

Diese Formate werden zurzeit noch geplant. Sollten diese allen GTG-Mitgliedern zur Verfügung stehen, werden wir darüber gesondert informieren.

Die Absage der ursprünglichen Tagung tut uns sehr leid und wir hoffen, Sie haben Verständnis dafür. Da die Jahrestagung 2021 bereits als gemeinschaftliche Tagung mit der Gesellschaft für Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik in Wien in Vorbereitung ist, besteht die Möglichkeit, für die Jahrestagung 2022 auf den Tagungsort Wuppertal zurückzukommen, falls die Mitglieder der GTG sich dafür entscheiden.

In jedem Fall werden wir die Mitgliederversammlung 2020 digital durchführen. Dafür haben wir den 12. September 2020 vorgesehen. Eine offizielle Einladung und weitere Einzelheiten dazu werden Sie im Laufe der kommenden Wochen erhalten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Lars Bluma und Matthias Heymann

 

Wir über uns

Die Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) wurde am 15. Juni 1991 in Mannheim gegründet. Ihr zentrales Anliegen ist es, die historisch-kritische Auseinandersetzung mit der Technik zu fördern und damit zugleich die gesellschaftliche Relevanz der Technikgeschichte zu unterstreichen.

Darüber hinaus sollte die GTG eine institutionelle Lücke schließen. In Deutschland bestand keine Organisation, die den Rahmen für den Austausch und die Interessenvertretung aller TechnikhistorikerInnen bot. Es gab zwar eine international renommierte Tradition; doch kein angemessenes deutsches Pendant zu den USA, wo die Vertretung technikhistorischer Interessen seit 1958 institutionalisiert war.

Die Technikgeschichtsschreibung beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen der Technik. Als Fachvertretung der TechnikhistorikerInnen, die an Hochschulen, in Museen, der Denkmalpflege oder an anderen Stellen tätig sind, fördert die GTG die Untersuchung und Diskussion der Innovationsprozesse von Technik in einem umfassenden Sinne. Dazu gehören die Entstehung, Entwicklung und Durchsetzung sowie der Gebrauch von Artefakten und technischen Sachsystemen. Die GTG versteht technikhistorisches Wissen als zentralen Beitrag zur besseren Orientierung in unserer von Technik geprägten Gegenwart.

Eines der vorrangigen Ziele der GTG besteht darin, sich für die historische Analyse und Darstellung von Technik als Gesellschaftsfaktor in Forschung und Lehre an Hochschulen, Schulen, Museen und in der Denkmalpflege einzusetzen. Dabei soll die historische Selbstreflektion angeregt und vertieft werden. Diese ist eine Voraussetzung für die gesellschaftspolitische Entscheidung, welche Entwicklungen künftig Technik und Industrie nehmen können.

Um ihren Aufgaben und Zielen gerecht werden zu können, fördert und unterstützt die GTG die Gründung von Arbeitskreisen, die eigene Treffen und Tagungen durchführen. Die GTG führt jedes Jahr an wechselnden Orten zu einem Themenschwerpunkt eine mehrtägige wissenschaftliche Jahrestagung durch.