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Jahrestagung der GTG verschoben

Liebe GTG-Mitglieder und an der Technikgeschichte Interessierte,

angesichts der Corona-Krise und der mit ihr verbundenen Risiken und tiefgreifenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat der Vorstand der GTG beschlossen, dass die geplante Jahrestagung der GTG zum Thema "Technik und Arbeit" nicht wie geplant vom 15.05.2020-17.05.2020 am Historischen Zentrum in Wuppertal stattfinden kann. Auch die für die Tagung angesetzte GTG-Mitgliederversammlung kann nicht zu diesen Zeitpunkt durchgeführt werden. Wir bedauern dies sehr und hoffen auf Verständnis für diese Entscheidung.

Es weist nichts darauf hin, dass mit einer sehr raschen Entspannung der Lage zu rechnen ist, denn den Experten nach stehen wir noch am Anfang der Pandemie und keiner weiß, ob es eine Frage von Wochen oder Monaten ist, bis der Höhepunkt erreicht und überschritten ist. Derzeit ist überdies nicht abzusehen, wie lange die Stadt Wuppertal ihr Verbot sämtlicher öffentlicher Veranstaltungen aufrechterhalten wird. Angesichts dieser Unsicherheiten wäre es unseres Erachtens eine größere Belastung für die GTG und die Tagungsteilnehmer, falls die Tagung kurzfristig abgesagt werden müsste.

In Absprache mit dem lokalen Organisator Lars Bluma hoffen wir, die Tagung und die Mitgliederversammlung an einem neuen Termin, wenn möglich im September 2020, nachholen zu können. Sobald eine Entspannung der Lage eingetreten ist und eine neue Terminierung möglich erscheint, werden wir einen neuen Termin für die Jahrestagung festlegen und an alle Mitglieder und Interessenten kommunizieren.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Heymann

 

Wir über uns

Die Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) wurde am 15. Juni 1991 in Mannheim gegründet. Ihr zentrales Anliegen ist es, die historisch-kritische Auseinandersetzung mit der Technik zu fördern und damit zugleich die gesellschaftliche Relevanz der Technikgeschichte zu unterstreichen.

Darüber hinaus sollte die GTG eine institutionelle Lücke schließen. In Deutschland bestand keine Organisation, die den Rahmen für den Austausch und die Interessenvertretung aller TechnikhistorikerInnen bot. Es gab zwar eine international renommierte Tradition; doch kein angemessenes deutsches Pendant zu den USA, wo die Vertretung technikhistorischer Interessen seit 1958 institutionalisiert war.

Die Technikgeschichtsschreibung beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen der Technik. Als Fachvertretung der TechnikhistorikerInnen, die an Hochschulen, in Museen, der Denkmalpflege oder an anderen Stellen tätig sind, fördert die GTG die Untersuchung und Diskussion der Innovationsprozesse von Technik in einem umfassenden Sinne. Dazu gehören die Entstehung, Entwicklung und Durchsetzung sowie der Gebrauch von Artefakten und technischen Sachsystemen. Die GTG versteht technikhistorisches Wissen als zentralen Beitrag zur besseren Orientierung in unserer von Technik geprägten Gegenwart.

Eines der vorrangigen Ziele der GTG besteht darin, sich für die historische Analyse und Darstellung von Technik als Gesellschaftsfaktor in Forschung und Lehre an Hochschulen, Schulen, Museen und in der Denkmalpflege einzusetzen. Dabei soll die historische Selbstreflektion angeregt und vertieft werden. Diese ist eine Voraussetzung für die gesellschaftspolitische Entscheidung, welche Entwicklungen künftig Technik und Industrie nehmen können.

Um ihren Aufgaben und Zielen gerecht werden zu können, fördert und unterstützt die GTG die Gründung von Arbeitskreisen, die eigene Treffen und Tagungen durchführen. Die GTG führt jedes Jahr an wechselnden Orten zu einem Themenschwerpunkt eine mehrtägige wissenschaftliche Jahrestagung durch.