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Conrad-Matschoß-Preis des VDI für Technikgeschichte

Technikgeschichte für die Technik von morgen

VDI sucht Preisträger für den

Conrad-Matschoß-Preis

„Technikgeschichte erklärt, warum bestimmte technische Wege beschritten wurden und eröffnet so auch Möglichkeitskorridore für die Technik von morgen“ – so erläutert Prof. Dr. Heike Weber (TU Berlin), Vorsitzende des VDI-Ausschusses Technikgeschichte, das Potential der Beschäftigung mit Technikgeschichte. Herausragende technikhistorische Arbeiten würdigt der VDI alle zwei Jahre mit dem von ihm ausgeschriebenen Conrad-Matschoß-Preis.

Mit dem Conrad-Matschoß-Preis will der größte Ingenieurverein Europas das Interesse für Technikgeschichte stärken, Beiträge zur besseren Verständlichkeit der Technik­geschichte fördern und die technik­historische Forschung unterstützen. Der Preis zielt darauf, die historische Analyse und Darstellung von Technik, Industrie und Ingenieurwesen zu fördern, deren historische Entwicklung im Kontext von Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt zu verstehen und solche technikhistorischen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zu erschließen.

Es sollen hervorragende technikgeschichtliche Arbeiten ausgezeichnet werden. Zum einen sollen populärwissenschaftliche Darstellungen einem weiten Rezipientenkreis technikhistorische Fragen und ihre Relevanz näherbringen, zum anderen fachwissenschaftliche Arbeiten innovative Beiträge zur Disziplin leisten. Bewerben können sich Personen aus der Forschung und Lehre an Hochschulen, in Museen und in der Denkmalpflege ebenso wie aus dem Journalismus und dem Ingenieurwesen. Die ausgezeichneten Arbeiten müssen den Standards der Wissenschaft und ihres Genres genügen und in der fachlichen und publizistischen Qualität überzeugen.

Prämiert werden deutschsprachige Schriften (z. B. wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten, umfassende Dokumentationen), Fernseh- und Videoproduktionen sowie Hörfunkbeiträge und Audio-Features, die seit dem 16. September 2018 entstanden und zum Zeitpunkt der Bewerbung veröffentlicht sind.

Der Umfang der Arbeiten darf in der Regel 400 Seiten, bei Film- und Tonbeiträgen 90 Minuten Spieldauer nicht überschreiten. Jedem Beitrag müssen eine Kurzfassung von maximal zwei Seiten, ein beruflicher Lebenslauf und eine Erklärung beigefügt werden, dass die Arbeit vom Verfasser stammt.

Schriftliche Arbeiten müssen in zwei ausgedruckten Exemplaren sowie auf einem elektronischen Datenträger eingereicht werden. Bei prämierten Arbeiten räumen die Bewerber*innen dem VDI das Recht ein, Teile der Arbeit unter Nennung der Autor*innen öffentlich vorzustellen.

Vorschläge oder Eigenbewerbungen sind bis zum 15. September 2020 erbeten.

Weitere Informationen und Bewerbung:

VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

c/o Fritz Neußer - Netzwerk Technikgeschichte -                

Postfach 10 11 39

40002 Düsseldorf 

Tel. 0211/6214 - 205

E-Mail:   

 

 

Preisträgerinnen und Preisträger:

2007: Frederike Müller und Lars Wendt: Der Architekt Antoni Gaudi – Mythos und Wirklichkeit

2009: nicht vergeben

2011: Ralf Krauter: Als der Welt ein Licht aufging – 50 Jahre Laser-Geschichte
Sonja Petersen: Vom „Schwachstarktastenkasten“ und seinen Fabrikanten

2013: Catarina Caetano da Rosa: Operationsroboter in Aktion – Kontroverse Innovationen in der Medizintechnik
Marcus Popplow: Technik im Mittelalter

2015: Anke Hertling: Eroberung der Männerdomäne Automobil

2017: Christian Zumbrägel: Viele Wenige machen ein Viel – Eine Kleingeschichte der Wasserkraft im 19. und 20. Jahrhundert
Marcel Hänggi: Fortschrittsgeschichten – Für einen guten Umgang mit Technik

2019: Thomas Schuetz: Die Leinenwarenherstellung im Königreich Württemberg
Peter Payer: Auf und Ab – Eine Kulturgeschichte des Aufzugs in Wien
 
2021: Daniela Mysliwietz-Fleiß: Die Fabrik als touristische Attraktion
Anke Woschech: Ingenieure auf der Leinwand